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Pyropedia - Das Feuerwerk-Lexikon

Pyropedia - Das Feuerwerk-Lexikon des Pyroland Online-Shops!

Hier finden alle Freunde des Feuerwerks etliche interessante Informationen aus der Welt der Pyrotechnik. Dank Pyropedia bleiben für Dein persönliches Silvester-Feuerwerk keine Fragen offen. Wir wünschen Dir viel Vergnügen beim Erweitern Deines pyrotechnischen Horizontes.

Abbrennplatz

Dieses ist der Platz, auf welchem die Feuerwerkskörper in den dafür vorgesehenen Abschussgestellen aufgebaut und abgebrannt werden. In Bezug auf die Größe der eingesetzten Effekte ist ein Sicherheitsabstand zum Publikum einzuhalten.

Abschussrohre / Mörser

sind Rohre, meist aus Glasfaser verstärktem Epoxidharz (GFK) oder aus PE hergestellt, die ähnlich dem Prinzip einer Kanone zur Aufnahme und zum Abschuss von Feuerwerksbomben, Bombetten und Feuertöpfen dienen.

ADR

ist eine Vorschrift und Regelwerk, welches auf internationaler Ebene den Transport von Gefahrgut (z.B. Feuerwerk und Explosivstoffe) mit verschiedenen Transportmitteln regelt.

Airburst

kommt eigentlich aus dem militärischen Bereich, bezeichnet aber in der Pyrotechnik einen fest installierten, frei hängenden Knallkörper (meist mit Titanfunken-Bukett explodierend), welcher elektrisch gezündet wird und meist als Bühnenfeuerwerk zum Einsatz kommt.

Anzündlitze

ist eine Schnur (i.d.R aus Textil) mit einer Seele aus Draht, sowie Schwarzpulver (aber auch andere pyrotechnische Sätze sind möglich), die mit einer bestimmten Verzögerung abbrennt und meist zum Anzünden oder Verbinden pyrotechnischer Gegenstände verwendet wird.

Anzündschnur

ist ähnlich der Anzündlitze aufgebaut, allerdings ohne Drahtseele. Grüne Visco, Sicherheitszündschnur oder safety fuse sind weitere Bezeichnungen für diese Textilfaserumsponnene Pulverseele.

Ausstoßladung

oder auch Treibladung wird das Schwarzpulver z.B. in Feuerwerksbatterien bezeichnet, welches unter dem eigentlichen Effekt sitzt und dafür sorgt, dass dieser aus dem Abschussrohr getrieben wird.

BAM

ist die Bundesarbeitsgemeinschaft gegen Mobbing (BAM), aber im Bereich Pyrotechnik ist wohl eher die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Berlin gemeint, welche u.a. Aufgaben zur Gewährleistung der Sicherheit in der Anwendung von Feuerwerkskörpern wahrnimmt, indem sie entsprechende Typprüfungen durchführt und Feuerwerksfirmen, insbesondere bei der Durchführung der Qualitätssicherung, überwacht.

Bärlappsamen

ist ein sehr Ölhaltiger Samen, der auch als Lykopodium bezeichnet wird und bei Verwirbelung mit Luftsauerstoff ein zündfähiges Gemisch bildet, welches als Flammeneffekt meist bei Bühnenshows eingesetzt wird und wesentlich sicherer ist, als brennbare Flüssigkeiten wie z.B. Alkohol.

Barockfackel

als Barockfackel wird eine spezielle Wachsfackel bezeichnet, die im Kern einen Pressling aus farbig abbrennendem Bengalsatz erhält und dadurch, im Gegensatz zur herkömmlichen Garten-/Wachsfackel, auch in großer Masse und auf Schlag elektrisch gezündet werden kann.

Barockfeuerwerk

kann auch als Bodenfeuerwerk bezeichnet werden und besteht zum Hauptteil aus reinem Leuchtfeuerwerk, zusammengestellt aus Fontänen, Vulkanen, Lichterbildern, Wasserfällen, Springbrunnen, Bengalbeleuchtung, Feuerrädern / Sonnen und fest installierten Frontstücken.

Bengalfackeln

sind zylindrisch geformte Fontänen mit geringer Sprühhöhe, die einen Bengalsatz enthalten und der Lichterzeugung in verschiedenen Farbtönen dient. Meist finden sie im Rahmen von Feuerwerken Einsatz als Beleuchtung von Parkanlagen, Gebäuden (Schlösser) oder Seeufern, aber ebenso als Warnsignal bei Unfällen im Straßenverkehr, als Notbeleuchtung, Rettungssignal und Fanartikel in der Fußballszene.

Bengalfeuer

brennen mit entsprechend gewählter Flammenfärbung ab und werden zur effektvollen Beleuchtung von Objekten und Landschaften verwendet. Das Bengalfeuer gibt es in Form von Bengalfackeln, Bengaltöpfen, als Schlauch oder loses Pulver.

Bengalos

werden heutzutage die Bengalfackeln bzw. Seenothandfackeln vom Volksmund genannt. Sie erzeugen eine Bengalflamme in entsprechender Flammenfärbung, meist mit grellem Abbrand und in Verbindung mit starker Rauchentwicklung.

Bengallichter

oder auch Lanzenlichter genannt, sind kleine Bengalfontänen, die farbig mit ca. 10cm hoher Flamme abbrennen. Verwendet werden sie zur Herstellung von Feuerbildern (Lichterbilder) und Feuerwerksschriften.

Bengalpulver

ist der lose Bengalsatz, der z.B. in den Bengalfackeln verwendet wird, aber auch teilweise noch in Pulverform zum Einsatz kommt (siehe auch Bengalfeuer).

Bengaltopf

ist ein kurzer Zylinder, welcher mit entsprechendem Bengalsatz gefüllt ist. Ein Bengaltopf brennt meist mit intensiverer Flamme ab als eine Bengalfackel und ist auch einfacher im Gelände zu fixieren da dieser auf Grund seines größeren Durchmessers im Regelfall von allein stehen kann.

Blinker

erzeugen Blitzsequenzen, ähnlich wie ein Stroboskop. Bei Blinkern brennt der pyrotechnische Satz mit 2 verschiedenen Phasen ab. Dies ist zum einen die Schwellphase, bei der sich eine schwellende Schlacke aufheizt und dann die Blitzphase, bei der diese Schlacke durchzündet und somit den sichtbaren Blinkeffekt erzeugt. Blinker gibt es in verschiedenen Farben, meist Silber, aber auch Rot, Grün, Gold, Lemmon, Orange und Purpur. Einige Blinksätze sind jedoch nicht stabil und damit nicht lange haltbar, bzw. verblasst hier der Effekt nach langer Lagerzeit.

Blinkbomben / Strobe

Bomben mit Blinksternen als Haupteffekt, einer hellen Lichtphase folgt eine „schwarze“ Phase, dieser Vorgang wiederholt sich je nach chemischer Eigenschaft oder Größe der Sterne einige Male.

Blinkfontänen

bestehen aus einem Blinksatz (siehe Blinker) welcher sich i.d.R. in einer zylindrischen Papphülse befindet. Der Einsatz findet am Boden statt, meist im Rahmen von Barockfeuerwerken, Leuchtfeuerwerken oder pyrotechnischen Illuminationen.

Blitz

In der Pyrotechnik ein Synonym für Blitzknall.

Blitzknaller

ist ein in der ehem. DDR geprägter Begriff für Reibkopfknaller mit Blitzsatz. Während heute nur noch Knallkörper mit Schwarzpulver-Füllung zugelassen sind, waren die Reibkopfnaller in der DDR damals noch mit dem viel stärkeren Blitzknallpulver, einer Mischung aus Metallpulver (Alluminium) und Kaliumperchlorat als Oxydationsmittel. Typische Blitzknaller hießen Filou, Firecracker, Harzer Knaller, Blitzschläge, Blizzard oder eben Blitz Knaller.

Blitzpulver

ist die vereinfachte Bezeichnung eines pyrotechnischen Knall-Satzes, der entweder für Knallkörper oder als Zerlegerladung in Feuerwerks-Bombetten verwendet wird. Die Mischung besteht i.d.R. aus Aluminiumpulver und Kaliumperchlorat. Die Mischung brennt relativ heftig, schnell und unter großer Lichtfreisetzung ab. Daher auch der Begriff "Blitzpulver". In alten Zeiten wurde eine abgeschwächte Variante diesen Pulvers tatsächlich in der Fotographie als "Blitzlicht" verwendet.

Bodenwirbel

sind lustige, kleine Bodenfontänen, bei denen entweder die Effektdüse seitlich angeordnet ist, so dass die Fontäne Schub bekommt und sich dadurch dreht, oder aber der Bodenwirbel ähnlich dem Feuerrad aufgebaut ist, wobei der pyrotechnische Effekt-Satz sich in einer dünnen, kreisförmig aufgerollten Papierhülle befindet und somit ebenfalls den nötigen Schub für die Drehbewegung erzeugt.

Böller

sind Feuerwerkskörper, die hauptsächlich zur Erzeugung eines Knall-Effektes bestimmt sind. Am bekanntesten sind hier die China-Böller. In China haben diese Feuerwerkskörper auch ihren Ursprung. Dort wurden die ersten Böller aus mit Schwarzpulver gefüllten Bambusrohren hergestellt und dienten der Vertreibung von "bösen Geistern". Als Böller werden aber auch "kleine Kanonen" bezeichnet, die heute von Schützenvereinen zur Brauchtumspflege noch gerne verwendet werden.

Bomben

sind die wichtigste Zutat eines Großfeuerwerkes. Die "schönen, großen Raketen", die oft bei Feuerwerken zu Volksfesten bewundert werden, sind tatsächlich so genannte Kugelbomben bzw. Zylinderbomben. Wie bei einer Kanone wird hier die Feuerwerksbombe mittels einer Schwarzpulver-Treibladung aus einem Feuerwerksmörser abgeschossen. Während die Bombe aufsteigt, brennt gleichzeitig eine spezielle Zündschnur ins Innere der Bombe und löst dort die so genannte Zerlegerladung aus, die wiederum den eigentlichen Effekt zündet und für dessen Ausbreitung sorgt.

Bombenrohre

sind Abschussrohre, die bereits mit einer oder mehreren Feuerwerksbomben geladen sind und somit für den sofortigen Einsatz bereit sind.

Bombetten

sind eigentlich auch Feuerwerksbomben, die allerdings auf Grund ihres kleinen Kalibers ihre eigene Bezeichnung erworben haben. I.d.R. bezeichnet man verladbare Effekte bis 45mm noch als Bombetten, >45mm spricht man bereits von Bomben. Bombetten werden entweder selbst verladen und zwar in entsprechenden Bombettenrohren bzw. Bombettenbatterien oder sind bereits fertig verladen zu finden in den beliebten Feuerwerksbatterien. Auch die Blackboxx-Bullets der weltweit ersten, wiederbeladbaren Feuerwerksbatterie der Welt, die ohne Zündschnurverbindung arbeitet, sind genau genommen Bombetten - jedenfalls bis zur genannten Kalibergrenze.

Bombettenrohre

siehe Bombenrohre - einziger Unterschied ist hier das kleinere Kaliber.

Bränder

nennt man bestimmte Feuerwerksfontänen, die meist zu bestimmten Frontstücken oder Feuerrädern verbaut werden.

Brandflüssigkeit

ist eine i.d.R. auf Alkohol basierende Brennflüssigkeit, die auf Grund verschiedener Zusatzstoffe mit entsprechender Flammenfärbung z.B. in Rot oder Blau abbrennt. Der Einsatz ist meist in Theatern oder bei Inszenierungen. Die Brennzeit kann recht lang eingestellt werden und es gibt kaum schädliche oder störende Emissionen wie Rauch.

Brandgel

siehe Brandflüssigkeit - einziger Unterschied ist die gelartige Konsistenz, die vor allem verbesserte Sicherheit beim Bühneneinsatz mit sich bringt. Fällt der Behälter mit dem Brandgel um, verteilt sich die Brandmasse nicht so schnell und unkontrolliert wie Brandflüssigkeit.

Brandpacks

sind i.d.R. mit Brandgel gefüllte Folienpacks, die vor Einsatz nur kurz aufgeschnitten und dann gezündet werden.

Breslauer Feuer

ist ein durch den Volksmund geprägter Begriff für besonders Licht-und Rauchintensiv abbrennende Starklichtbränder, die meist in Metallhülsen eingepresst sind und normalerweise vom Militär zur Ausleuchtung des Gefechtsfeldes verschossen werden. Der Begriff stammt vermutlich daher, dass die ersten Teile aus Entsorgungsbeständen in Breslau (Polen) auf dem Schwarzmarkt gelangt sind. Die hohe Temperaturentwicklung und auch die Rauchentwicklung beim Abbrand sind äußerst beachtlich.

Brokat

ist einer der populärsten Feuerwerkseffekte derzeit. Dieses spezielle Gold mit leichtem Flimmereffekt hat nicht nur eine lange Standzeit, sondern ist auch wesentlich besser wahrzunehmen als das traditionelle Holzkohle-Gold

Brückenanzünder

ist die fachlich korrekte Bezeichnung für einen elektrischen Anzünder (Elektrozünder), so wie dieser im Bereich der Pyrotechnik verwendet wird. Fliest ein Strom, so schmilzt die Glühbrücke (ganz dünner Metallfaden) im inneren des Zünders. Die dabei entstehende Hitze zündet den pyrotechnischen Satz der Zündpille und die dabei entstehende Flamme zündet wiederum den pyrotechnischen Gegenstand (z.B.Feuerwerksbatterie) mit dem dieser Brückenanzünder verbunden wurde. So kann man Feuerwerk sicher und präzise auf Knopfdruck zünden.

Brückenzünder

siehe Brückenanzünder - ABER! Dieses Teil ist nur für die Sprengtechnik zum Zünden von Explosivstoffen gedacht. Es ist im Grunde auch ein Brückenanzünder bzw. eine Zündpille mit im Spiel, allerdings umgibt das ganze eine hochexplosive Primär- und Sekundärladung, die zwar nur in geringer Menge vorhanden ist, aber dennoch stark genug, um entsprechende Industrie- oder Militärsprengstoffe zur detonativen Umsetzung zu überreden. Einer normalen Feuerwerkszündschnur gelingt das übrigens nicht.

Brummer

sind ähnlich wie Bodenwirbel aufgebaut, nämlich in Form einer kleinen Pappröhre mit beidseitig geschlossenen Enden und seitlicher Austrittsdüse. Brennt der pyrotechnische Satz im inneren der Hülse ab, entsteht durch die Düse und die Rotation der Hülse das typische Brummergeräusch mit dem rotierenden Effekt.

Bühnenfeuerwerk

wird meist auch als Theaterfeuerwerk oder Indoor-Feuerwerk (übers. Innenraum-Feuerwerk) bezeichnet. Hierbei kommen spezielle Feuerwerkskörper zum Einsatz die relativ nah an Publikum und Akteuren gezündet werden und ihren Einsatz z.B. oft bei Musikshows zur visuellen Unterstützung finden. Diese Feuerwerkskörper müssen präzise funktionieren und bestimmten Anforderungen entsprechen. Nur zugelassene Pyrotechnik der Kategorie T1 / T2 (früher Klasse T1 / T2) kommt für die Bühne in Frage.

Cakebox (Batterie)

siehe Feuerwerksbatterien - die Bezeichnung stammt aus dem englischen Fachchargon und wird heute noch von Profifeuerwerkern verwendet, überwiegend bei Feuerwerksbatterien der Klasse 4.

CE

ersetzt zukünftig die BAM-Nummer. Das CE-Zeichen ist für Feuerwerkskörper zwingend vorgeschrieben. Nur Feuerwerkskörper, die eine Prüfung nach vorgeschriebener Norm bestanden haben erhalten ein entsprechendes Zertifikat und können/müssen mit dem CE-Zeichen versehen werden. In Deutschland ist zusätzlich noch eine bestimmte Registriernummer durch die BAM vorgeschrieben. Feuerwerkskörper ohne CE-Zulassung sind in Deutschland illegal, die Einfuhr und Verwendung ist strafbar (siehe Sprengstoffgesetz) und kann nicht nur bis zu 50.000,- EUR Strafe kosten sondern auch schnell mal einige, wichtige Körperteile.

China-Böller

gibt es in verschiedenen Größen. Der traditionelle Knallkörper trägt seinen Namen zurecht, da er ausschließlich in China produziert wird. In einer Hülse aus weichem Papier befindet sich eine Ladung aus Schwarzpulver (i.d.R in Mehlform), die über eine grüne Anzündschnur entzündet wird, dabei die Papierhülse zerlegt und den typischen Knall verursacht. China-Böller sind reine "Konfettibomben" - überall findet man Papierschnipsel.

China-Kracher

siehe China-Böller - als China Kracher oder auch China-Cracker werden gerne auch die China-Böller mit etwas kleinerem Durchmesser bezeichnet.

Chrysantheme

ist neben der "Päonie" noch einer der meist verwendeten Effekte im Profifeuerwerk. Der Effekt ist im Gegensatz zur Päonie recht füllig und ähnelt daher einer Chrysantheme. Der Effekt wird dadurch erreicht, dass die Sterne (kleine, brennende Effektkügelchen) mit einem lang ziehendem Schweif abbrennen.

Crashglas

Kommt sowohl in Theatern und Aufführungen, als auch in Film- und Fernsehproduktionen zum Einsatz (z.B. Western). Crashglas wird aus speziellen Kunststoffen oder Zuckerverbindungen hergestellt. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt, so dass eine Vielzahl an Formen (wie z.B. verschiedene Flaschen, Aschenbecher und ganze Fensterfronten) genutzt werden kann. Crashglas ist ungefährlich und kann ohne Verletzungsgefahr eingesetzt werden.

Crackling

ist ein sehr spezieller, wie auch beliebter Feuerwerkseffekt. Die Sterne erzeugen auf Grund ihrer chemischen Bestandteile beim Abbrand einen meist sehr scharfen Knall. Die Masse der Crackling-Sterne in einer Bombe oder Bombette erzeugt so in der Masse den speziellen Knistereffekt. Crackling gibt es mittlerweile in vielen verschiedenen Variationen die u.a. als Time Rain Crackling, Crackling Flowers, Popping Flowers oder eben nur Crackling bezeichnet werden. Die Cracklingsterne brennen sehr leuchtstark und unter Funkenfreigabe ab, was den Effekt auch optisch recht schön aussehen lässt.

Crossette

sind Kometenpresslinge die nach dem Abschuss zunächst als einzelner Komet aufsteigen um dann in 4 Teile zu zerlegen. Der zylindrische Komet erhält beim Pressen eine kreuzförmige Vertiefung welche die 4 Sollbruchstellen definiert. In diese Vertiefung wird eine Zerlegerladung (meist Blitzknallsatz) eingefüllt und dann der gesamte Komet mit einer Papierwicklung gut verschlossen. Brennt der Komet nun bis in die Vertiefung vor, so zündet die Zerlegerladung und treibt die Bruchstücke auseinander so dass der typische kreuzförmige Crossette-Effekt entsteht.

Dahlie

ist ähnlich einer Päonie aufgebaut, allerdings mit viel größeren Sternen. Dadurch erscheint der Effekt viel Länger am Himmel, ist allerdings auch nicht so füllig, da die großen Feuerwerkssterne nur in geringerer Anzahl Platz im inneren der Kugelbombe finden. Meist ist eine Dahlie in sehr prächtigen Farben zu sehen, so z.B. die "Regenbogenblume" von Blackboxx Fireworks (siehe Video).

Eisfontänen

nennt man kleine zylindrische Fontänen, die mit einer Silberfunkenfontäne abbrennen und meist für die Dekoration von Eisbechern, aber auch Torten oder ganzen Buffets verwendet werden. Ein sehr attraktives Innenraumfeuerwerk.

Effektwerfer

Pyrotechnischer Gegenstand, welcher auf pyrotechnische Art z.B. Flitter auswirft.

Elektrischer Anzünder

auch Elektrozünder oder E-Zünder genannt, erzeugt eine Flamme, die wiederum zur Zündung von pyrotechnischen Gegenständen wie Batterien, Bomben, Feuertöpfen, Römischen Lichtern, Single Shots usw. genutzt wird. Fliest ein Strom durch die Glühbrücke des E-Zünders, so erhitzt sich diese so stark, dass dabei der umliegende pyrotechnische Satz gezündet wird und eine intensive Zündflamme bildet. So kann auf Knopfdruck ein ganzes Feuerwerk punktgenau gezündet werden.

Ex-Fahrzeug

Zugelassener Transporter, LKW oder Anhänger, welcher Gefahrgüter (Sprengstoffe) auf der Straße befördern darf.

Fackel

Mit einem Wachstuch umwickelter Holzstab, brennt nach dem Anzünden bis zu mehrere Stunden.

Falling Leaf

ist ein spezieller, stiller Effekt, der den optischen Eindruck von fallenden Blättern erweckt. Erzeugt wird dieser Effekt durch Zündschnurabschnitte, die einen farbigen pyrotechnischen Satz enthalten und meist aus Bomben oder Bombetteten verschossen werden.

Fan Shape

ist die englische Bezeichnung für Fächerbatterien. Bei einer gefächerten Feuerwerksbatterie sind die Abschussrohre in bestimmten Winkeln geneigt. Der Abschuss erfolgt im Fächer, also mehre Rohre feuern gleichzeitig ihre Pyro-Ladung ab. Dadurch entsteht ein großflächiger Gesamteffekt.

Farfalle

ist die italienische Bezeichnung für spezielle Wirbeleffekte. Meist in Bomben verarbeitet, ist dies ein sehr spektakulärer und beliebter Effekt.

Feuerbilder

bzw. Lichterbilder, sind Frontstücke, die ein bestimmtes Bild oder eine Schrift darstellen. Die Objekte werden aufwendig aus kleinen Bengallichtern (Lanzenlichter) gefertigt und mit einer äußerst schnell abbrennenden Zündschnur, bzw. einem Zündband (Tape Match) verbunden. Die einzelnen Pyro-Pixel ergeben dann beim Abbrand das eigentliche Gesamtbild.

Feueroper

Konzept für den pyrotechnischen Laien. Der Konsument erhält bei seinem Feuerwerk-Onlineshop ein von Profis zusammengestelltes Paket aus Feuerwerkskörpern, welche nach Anleitung aufgebaut und abgebrannt werden. Trotz des geringen Aufwandes und der geringen Kosten ist der Hobbyfeuerwerker in der Lage, ein professionelles Feuerwerk abzubrennen.

Feuerräder

oder auch Sonnenräder bzw. einfach nur als Sonne bezeichnet, sind pyrotechnische Elemente, die aus einer Anzahl aus Fontänen bestehen, welche so auf einem Träger befestigt sind, das dieser beim Abbrand zu rotieren beginnt. Der Effekt ist ein sprühendes Feuerrad, meist in Silber oder Gold, auch in Kombination mit Farben oder z.B. Crackling-Effekten, bzw. Pfeiffontänen.

Feuerschriften

sind dasselbe wie Feuerbilder. Hier werden aus einzelnen, farbig abbrennenden Bengallichtern Schriftzüge gestaltet, die dann pyrotechnisch erleuchten - meist nur für 60s.

Feuertöpfe

sind pyrotechnische Gegenstände, meist in Form eines Zylinders, bei dem die Effekte (Sterne) sofort ausgestoßen werden. Die Sterne zünden also sofort mit der Ausstoßladung. Es entsteht ein Effekt, der einer gigantischen Fontäne ähnelt, aber nur für kurze Zeit erscheint.

Feuerwerk Kategorie 1

ist die aktuell korrekte Bezeichnung für so genanntes Kleinstfeuerwerk oder auch Jugendfeuerwerk. Diese Feuerwerkskörper dürfen von Personen ab 12 Jahre erworben und verwendet werden (Abgabeempfehlung 12 Jahre). Knallerbsen, Wunderkerzen, Bodenwirbel, Bengalhölzer, Knallteufel, Minivulkane, Knallbonbons und Tischfeuerwerk sind Typische Artikel dieser Klasse.

Feuerwerk Kategorie 2

ist die aktuell korrekte Bezeichnung für so genanntes Kleinfeuerwerk. Vor Einführung der CE-Klassifizierung wurde der Begriff Feuerwerk Klasse 2 verwendet. Diese Klasse ist das typische Silvesterfeuerwerk mit all den Typischen Silvesterartikeln, wie Chinaböller, Raketen, Familiensortimente, Batteriefeuerwerk, Vulkane, Fontänen, Reibkopfknaller, zylindrische und kubische Kanonenschläge, Römische Lichter und Sonnenräder.

Feuerwerk Kategorie 3

ersetzt den alten Begriff Feuerwerk Klasse 3 (Klasse III). Diese Kategorie hat in Deutschland (noch) keine Bedeutung. Zu dieser Klasse von Feuerwerk, die auch als Gartenfeuerwerk bezeichnet wird, zählen meist Elemente aus dem Bereich Leuchtfeuerwerk. Aber im Prinzip fallen alle Arten von Feuerwerk in diese Klasse, bei der eine erhöhte Satzmenge die Besonderheit darstellt. Feuerwerk der Kategorie 3 hat eine höhere Pulvermenge als eben das Silvesterfeuerwerk. Dadurch ist allerdings auch der Erwerb und die Verwendung an bestimmte Auflagen geknüpft.

Feuerwerk Kategorie 4

ist die aktuell korrekte Bezeichnung für Großfeuerwerk (früher Feuerwerk der Klasse 4), bzw. Profifeuerwerk. Typische Produkte sind hier Kugelbomben, Zylinderbomben, Feuertöpfe, große Cakeboxen (Feuerwerksbatterien), Kugelraketen, Wasserfälle, Blackboxx, Römische Lichter u.v.m. Das Satzgewicht (Pulvermenge) in dieser Klasse ist theoretisch unbeschränkt, so dass hier sehr große Feuerwerkskörper eingesetzt werden können die gigantische pyrotechnische Effekte erzeugen. Allerdings ist die Anwendung dieser Artikel nur Berufsfeuerwerkern mit entsprechender Ausbildung (Befähigungsschein nach §20 SprengG) vorbehalten und das Unternehmen (Feuerwerkerei) muss eine Erlaubnis nach §7 SprengG besitzen.

Feuerwerk Kategorie P

ist die aktuell korrekte Bezeichnung für sonstige pyrotechnische Gegenstände, meist aus dem technischen Bereich, wie Gurtstraffer oder Airbag-Generatoren.

Feuerwerk Kategorie T1

ist die aktuell korrekte Bezeichnung für pyrotechnische Gegenstände, die für Theatereffekte, Musikshows, Film- und Fotoaufnahmen verwendet werden. Daher auch die Bezeichnung Bühnenfeuerwerk für diese Klasse. Pyrotechnische Gegenstände dieser Klasse dürfen ganzjährig frei erworben und verwendet werden, allerdings nur von Personen über 18 Jahre und mit Verwendungsbeschränkung für erwähnte Einsatzbereiche.

Feuerwerk Kategorie T2

ist im Prinzip identisch mit der Kategorie T1, allerdings dürfen diese Gegenstände wiederum nur von Personen mit spezieller Ausbildung und Erlaubnis verwendet werden, da hier die Satzgewichte die zulässigen Oberwerte der Kategorie T1 überschreiten, bzw. spezielle Fachkenntnis in der Anwendung erfordern.

Feuerwerk Klasse I

wurde früher die heutige Kategorie 1 bezeichnet.

Feuerwerk Klasse II

wurde früher die heutige Kategorie 2 bezeichnet.

Feuerwerk Klasse III

wurde früher die heutige Kategorie 3 bezeichnet.

Feuerwerk Klasse IV

wurde früher die heutige Kategorie 4 bezeichnet.

Figurenbomben

erzeugen durch eine bestimmte Anordnung der brennenden Sterne ein bestimmtes Bild bzw. eine Figur. Herz, Smily, Stern und Ring sind die bekanntesten Feuerwerks-Figuren, aber auch Logos, Zahlen und Buchstaben sind realisierbar. Kompliziert ist jedoch die richtige Ausrichtung zum Publikum, so dass der Effekt auch als Figur, Zahl oder Buchstabe wahrgenommen werden kann. Die Rotation der Feuerwerksbombe beeinflusst den Öffnungswinkel und somit ist die Sichtbarkeit eher rein zufällig, bzw. wird aus anderen Richtungen eher wahrgenommen, als aus Sicht des Publikums.

Feuerwerksbatterien

zählen zu den aktuell populärsten Feuerwerkskörpern. Eine Feuerwerksbatterie besteht aus einer Anzahl einzelner Abschussrohre, die über eine Zündschnur miteinander verbunden sind und somit nach Anzündung eine Kettenreaktion in der Abschussfolge auslösen. Die einzelnen Rohre werden miteinander verklebt, so dass sich ein stabiles Gesamtobjekt ergibt. Batteriefeuerwerk gibt es in verschiedenen geometrischen Formen, meist rechteckig, als Dreieck oder auch rund. Auf Grund der runden zylindrischen Form wurden Feuerwerksbatterien im englisch sprachigen Raum als Cake Box (Tortenschachtel) bezeichnet, weil sie in ihrer Erscheinung an eben diese erinnerte. In den USA findet meist die Bezeichnung Multi Shot (Mehrfach-Abschuss) Anwendung. Der Aufbau der einzelnen Abschußrohre ähnelt dem Prinzip einer Kanone. Der Boden des Abschussrohres ist verschlossen, darüber befindet sich eine Ausstoßladung aus Schwarzpulver, abgedeckt von einer gelochten Pappscheibe. Darauf sitzt nun der eigentliche Feuerwerkseffekt, meist eine zylindrische Bombette, der bei Zündung aus dem Rohr geschossen wird, mit brennender Verzögerungs-Zündschnur aufsteigt und dann in entsprechender Höhe zerlegt. Eine Besonderheit unter den Feuerwerksbatterien stellt ein neu entwickeltes Produkt namens Blackboxx dar. Hier funktioniert die Batterie sogar ohne Zündschnurverbindungen und eine abgeschossene Batterie kann wiederverwendet und neu beladen werden. Dies bring nicht nur ökonomische Vorteile, sondern auch erhebliche Vorteile für den Umwelt- und Klimaschutz, da praktisch kein Müll mehr anfällt.

Feuerwerkskörper

bezeichnet eine Reihe pyrotechnischer Gegenstände, die zu Vergnügungszwecken dienen. Feuerwerkskörper gibt es in unterschiedlichen Kategorien, die jeweils über Einsatzbereich, Verwendungsbestimmung, Altersbeschränkung und zeitliche Verwendung bestimmen. Bestimmte Feuerwerkskörper dürfen außerdem nur von speziell ausgebildeten Personen mit entsprechender Fachkenntnis in der Pyrotechnik verwendet werden.

Feuerwerksmörser

ist ein häufig verwendeter Begriff für Abschussrohre. Ein Mörser ist ein Rohr, meist aus Papier/Pappe, mit geschlossenem Boden, aus dem der Feuerwerkseffekt verschossen wird. Im Profibereich werden für den Abschuss von Kugelbomben und Zylinderbomben Feuerwerksmörser aus stabileren Material, so z.B. Glasfaser verstärkte Epoxidharzrohre (GFK-Rohre) oder PE-Rohre verwendet. Somit können diese Rohre für mehrere Abschüsse verwendet werden.

Figurenbombe

Bombe in KATAMONO-Bauweise, die Sterne sind meist flach auf einer dünnen Lage Papier im Zentrum der Bombe in der Form gelegt, die später entstehen soll. Typisch sind ein Herz oder ein lachendes Gesicht („Smiley“). Unter den Bildern finden Sie ein anschauliches Beispiel für die Legeweise der Sterne.

Flammentopf

Pyrotechnischer Gegenstand, welcher häufig in der Bühnenpyrotechnik Verwendung findet. Flammensäulen sind in verschiedenen Größen und Farben erhältlich.

Fontänen

gehören zum Bereich Leuchtfeuerwerk. I.d.R. sind diese zylindrisch und brennen nach Zündung mit relativ konstanter Höhe ab. Meist sind Fontänen in Gold und Silber gehalten, können aber auch farbige Sterne und Kombinationen aus Crackling und Pfeifeffekten enthalten. Im Profifeuerwerk kommen Fontänen meist in großen Fronten zum Einsatz oder werden zum Bau von Frontstücken verwendet. Im Silvesterfeuerwerk finden Fontänen auch ihre traditionelle Anwendung.

Frontstücke

sind pyrotechnische Objekte, die meist aus Leuchtfeuerwerk bestehen. Sonnenräder, Wasserfälle und Lichterbilder zählen zu den häufigsten Frontstücken.

Ganzjahresfeuerwerk

bezeichnet eine Gruppe pyrotechnischer Gegenstände und Feuerwerkskörper, die ganzjährig frei erworben und verwendet werden können. Man erkennt diese Produkte an der Klassifizierung Kategorie 1 und T1. Bengalfackeln, Bengalos, Rauchpatronen und Rauchtöpfe, Bengallichter, Signalfackeln, Wunderkerzen, Knallerbsen und Tischfeuerwerk sind typische Artikel dieser Gruppe. Möchte man Feuerwerkskörper der Kategorie 2 (Silvesterfeuerwerk) mitten im Jahr, z.B. für ein Hochzeitsfeuerwerk, verwenden, so ist dies auch möglich, erfordert aber eine schriftliche Ausnahmegenehmigung die bei der zuständigen Kommune zu beantragen ist.

Gartenfeuerwerk

ist auch eine gebräuchliche Bezeichnung für Feuerwerk der Kategorie 3. Siehe auch Stichpunkt hierzu.

Gedeckte Stoppine

ist eine sehr schnelle Zündschnur, die auf 1m im Millisekundenbereich abbrennt. Diese wird benötigt, um pyrotechnische Gegenstände miteinander zu verbinden und gleichzeitig zu zünden. Auch besitzen Großfeuerwerksbomben diese gedeckte Stoppine um den Weg von der Rohrmündung bis zur Ausstoßladung in kürzester Zeit zu überbrücken und punktgenau zünden zu können. Werden solche Großfeuerwerksbomben von Laien illegal erworben und eingesetzt, kommt es oft zu Unfällen, da hier die fehlende Verzögerung zum sofortigen Abschuss nach Anzündung führt. Der Laie ohne Fachkenntnis nimmt fälschlicherweise an, dass die Länge der gedeckten Stoppine auch eine lange Brenndauer bis zur Zündung hat.

Golden Wave

Stern, der mit breiter, grell leuchtender goldener Funkenspur verbrennt. Viele radialsymmetrisch angeordnete Wave-Sterne in einer Bombe ergeben ein der Pfingstrose ähnelndes Bild.

Goldweide

Feuerwerkskörper mit sehr lange brennenden Sternen und nachfolgender Kohle- oder Metallfunkenspur. Die Sterne beschreiben auf Grund ihrer Brenndauer und der Schwerkraft einen Bogen und rieseln langsam in Richtung Boden. Das Bild ähnelt einer Trauerweide.

Großfeuerwerk

bezeichnet den professionellen Einsatz von Feuerwerkskörpern im Rahmen einer Feuerwerksshow. Hierbei werden meist Pyroartikel der Kategorie 4 nach entsprechend geplanter Choreographie zu einem Gesamtfeuerwerk zusammengesetzt. Es entstehen Bilder und Effekte, die sich deutlich von herkömmlichen Silvesterfeuerwerk unterscheiden. Großfeuerwerke dürfen nur von zugelassenen Pyrotechnikern durchgeführt werden.

Hanabi

ist ein japanischer Begriff der die Art, Feuerwerke zu schießen, beschreibt. In Japan werden hier meist spezielle, großkalibrige Feuerwerksbomben, die meist in monatelanger Handarbeit gefertigt wurden, einzeln und mit langer Ankündigung geschossen. Hier liegt der Schwerpunkt in der Betrachtung einzelner Effekte, die in sich schon ein Kunstwerk bilden.

Harzer Knaller

ist ein bekannter Begriff für einen Reibkopfknaller, der typisch für die Verwendung in der ehemaligen DDR war und im Harz gefertigt wurde. Ursprünglich enthielt dieser Knaller einen Blitzknallsatz und war damit deutlich lauter als die heutigen, zugelassenen Reibkopfnaller, die nur noch mit Schwarzpulver produziert werden dürfen.

Hebespiegel

ist eine gelochte Pappscheibe, die vor allem in Feuertöpfen zum Einsatz kommt und für entsprechende Steighöhe der brennenden Sterne nach dem Ausstoß sorgt.

Höhenfeuerwerk

bezeichnet Profifeuerwerke oder auch Silvesterfeuerwerk, bei dem ausschließlich aufsteigende Effekte wie Bomben, Bombetten, Raketen, Feuerwerksbatterien, Römische Lichter und Single Shots zum Einsatz kommen. Auf Leuchtfeuerwerk und andere, Bodennahe Effekte wird verzichtet.

Jugendfeuerwerk

bezeichnet eine Gruppe von Feuerwerk der Kategorie 1, früher auch als Kinderfeuerwerk bezeichnet. Wunderkerzen, Tischfeuerwerk, Knallerbsen und Bodenwirbel gehören z.B. zu dieser Gruppe, die ganzjährig verwendet werden darf. Empfohlen ist die Abgabe an Personen über 12 Jahre.

Kaliber

bezeichnet den Innendurchmesser der Feuerwerksmörser bzw. Abschussrohre von Feuerwerkskörpern wie z.B. Feuerwerksbatterien. Je größer das Kaliber, desto größer i.d.R. natürlich auch der Effekt am Himmel.

Kanonenschläge

sind Knallkörper, die es in zylindrischer wie auch kubischer (Würfel) Form gibt. Die Papphülle enthält eine Füllung aus Schwarzpulver die wiederum mit einer Zündschnur verbunden ist. Brennt die Flamme ins Innere, so zündet das Schwarzpulver und die Hülle zerplatzt mit lautem Knall.

Kat 1 (ehemalig Kl. I)

Kleinstfeuerwerk, darf auch von Kindern (Abgabeempfehlung 12 Jahre) verwendet werden (ganzjährig), da es eine sehr geringe Gefahr darstellt.

Kat 2 (ehemalig Kl. II)

Silvesterfeuerwerk, darf außerhalb vom 31.12 oder 1.1 des jeweiligen Jahres nur mit einer Ausnahmegenehmigung der zuständigen Behörde (meistens: Ordnungsamt) abgebrannt werden. Darf nur von Personen ab 18 Jahren erworben und verwendet werden.

Kat 3 / 4 (ehemalig Kl. IV)

Profifeuerwerk – darf nur von speziell ausgebildeten Pyrotechnikern verwendet werden. Mindestalter 21 Jahre.

Kegelfontäne

ist eine andere Bezeichnung für einen Feuerwerks-Vulkan. Der Effekt baut sich hier nach Zündung langsam auf und nimmt dann an Steighöhe zu.

Knallkörper

bezeichnet alle pyrotechnischen Gegenstände, die ausschließlich zur Erzeugung eines Knalleffektes dienen. Ursprünglich stammt diese Tradition aus alten Zeiten, insbesondere aus China, wo man mit lauten Knall versuchte die bösen Geister zu vertreiben. Bei mancher Schwiegermutter könnte das auch heute noch funktionieren. Typische Artikel sind hier Reibkopfknaller, Kanonenschläge, Knallfrösche, Salutschläge und China-Böller.

Kometen

sind farbig abbrennende Sterne, meist in Form eines zylindrischen Presslings. Verschossen werden Kometen aus Feuerwerksbatterien, Römischen Lichtern und Single Shots (Einzelschussrohre). Neben den üblichen Farben gibt es die Kometen auch in Gold, Silber, Crackling und Blinkeffekten in verschiedenen Tönen. Bei Schweifkometen ist der Schweif wesentlich länger gezogen, als bei normalen Kometen die eher als "steigender Punkt" wahrzunehmen sind.

Kracher

werden auch gerne verschiedene Knallkörper bezeichnet. Siehe Stichpunkt hierzu.

Krone

ist ein sehr schöner langziehender Effekt mit meist sehr langer Standzeit. Es gibt sie in Gold, Brokat und Silber, aber auch weitere Typen und Variationen, z.B. Brokat zu Rotflimmer existieren. Der Effekt ist meist in Kugelbomben enthalten und entfaltet seine wahre Pracht am besten bei größeren Kalibern.

Kubische Kanonenschläge

sind Knallkörper mit einer Schwarzpulverfüllung, die sich in einem Pappwürfel befindet. Der Pappkörper ist zusätzlich mit einer Leimgetränkten Schnur umschnürt, um dem Knall seinen typischen Ton zu verleihen.

Kugelbomben

sind professionelle Feuerwerkskörper die bei Großfeuerwerken als Höhenfeuerwerk eingesetzt werden. In einer Kugel aus Pappe und mehreren Papierschichten befinden sich die Feuerwerkssterne, die den eigentlichen Effekt erzeugen. Diese sogenannten Sterne werden in einer rotierenden Mischmaschine, ähnlich dem Zementmischer vom Bau, geformt, indem der pyrotechnische Satz darin während der Rotation mit Alkohol und Bindemittel besprüht wird, solange bis sich Kügelchen Bilden. Im Zentrum der Kugelbombe befindet sich der so genannte Zerlegersatz. Dieser treibt bei Zündung die Sterne auseinander und der gewünschte Effekt entsteht. Auch im Silvesterfeuerwerk gibt es Kugelbomben. Diese sind aber bereits fix und fertig im Abschussrohr vorgeladen, während professionelle Kugelbomben vom Pyrotechniker selbst in die Abschussrohre verladen werden.

Kugelraketen

sind ähnlich den Kugelbomben aufgebaut, besitzen aber einen Eigenantrieb in Form eines Raketentreibers und einen Leitstab. Der Raketentreiber bringt die Kugel-Rakete zunächst auf entsprechende Höhe und zündet anschließend in die zentrale Zerlegerladung durch und der Effekt entsteht. Auf Grund der runden Form sind die Effekte von Kugelraketen wesentlich symmetrischer und damit schöner, als wie bei Zylinderraketen. Auch im Silvesterfeuerwerk gibt es mittlerweile Kugelraketen im kleinen Kaliber, da hier das Pulvergewicht auf 20g beschränkt ist.

Lanzenlichter

ist der fachlich korrekte Begriff für kleine Bengallichter, die zur Herstellung von Feuerbildern und pyrotechnischen Schriftzügen verwendet werden. Es gibt diese i.d.R. in 7 Grundfarben, inkl. Gold und Silber, sowie mit Farbwechsel. Bevorzugt werden raucharm abbrennende Lanzenlichter, damit der Rauch das Lichterbild nicht verdeckt und sich auch sonst nicht störend im Feuerwerk auswirkt. Bengallichter von Blackboxx Fireworks sind in der Kategorie T1 klassifiziert und damit auch für Ottonormalverbraucher ganzjährig verwendbar.

Leuchtfeuerwerk

ist ein Oberbegriff für alle Bodennahen Effekte wie Vulkane, Fontänen, Bengalen, Sonnen und Feuerräder, Wasserfälle, Lichterbilder und Frontstücke. All diese Effekte brennen nur sprühend ab, ohne Knall und große Explosionen. Leuchtfeuerwerk wird bei entsprechender Choreographie auch als Barockfeuerwerk bezeichnet.

Leuchtsterne

sind zylindrische Presslinge oder kleine Kugeln, die aus einem pyrotechnischen Satz gefertig werden und in unterschiedlichen Farben bzw. mit verschiedenen Effekt abbrennen. Die Kombination dieser Leuchtsterne in einem Feuerwerkskörper machen den eigentlichen Feuerwerkseffekt aus und sind entscheidend für die Qualität und Schönheit in einem Feuerwerk. Diese Kugelsterne werden in einer rotierenden Mischmaschine, ähnlich dem Zementmischer vom Bau, geformt, indem der pyrotechnische Satz darin während der Rotation mit Alkohol und Bindemittel besprüht wird, solange bis sich Kügelchen Bilden.

Lichterbilder

sind Frontstücke, die ein bestimmtes Bild oder eine Schrift darstellen. Die Objekte werden aufwendig aus kleinen Bengallichtern (Lanzenlichter) gefertigt und mit einer äußerst schnell abbrennenden Zündschnur, bzw. einem Zündband (Tape Match) verbunden. Die einzelnen Pyro-Pixel ergeben dann beim Abbrand das eigentliche Gesamtbild.

Lichterlanzen

bzw. Lanzenlichter, sind kleine Bengalfontänen, die farbig mit ca. 10cm hoher Flamme abbrennen. Verwendet werden sie zur Herstellung von Feuerbildern (Lichterbilder) und Feuerwerksschriften.

Luftheuler

sind kleine Mini-Fontänen, die beim Abbrand einen hohen Resonanzton erzeugen und somit ein Pfeifgeräusch bilden. Die Pfeiffer sind in Deutschland seit einigen Jahren verboten, da diese einen gewissen Eigenantrieb entwickeln und somit unkontrolliert umherschwirren.

Luftpfeifer

siehe Luftheuler.

Lykopodium

ist ein sehr Ölhaltiger Samen aus der Bärlapppflanze. Bei Verwirbellung mit Luftsauerstoff wird ein zündfahiges Gemisch gebildet, welches als Flammeneffekt meist bei Bühnenshows eingesetzt wird und wesentlich sicherer ist, als brennbare Flüssigkeiten wie z.B. Alkohol.

Magnesiumfackel

ist eine Fackel mit Bengalsatz, die einen hohen Anteil an Magnesiumpulver enthält und damit ein sehr grelles Licht erzeugt. Einsatz findet dieses Pyroprodukt meist in der Signalgebung oder im Rettungswesen, aber auch im militärischen Bereich.

Mehrschlagbomben

sind meist Zylinderbomben, die ihren Ursprung in italienischen Feuerwerksfabriken haben. Die Mutterbombe stößt nach der Zerlegung eine Vielzahl kleinerer Bomben aus, die dann simultan oder auch zeitlich verzögert explodieren und den gewünschten Effekt erzeugen. Es gibt auch Kugelbomben mit Mehrschlageffekt, diese werden als Shell of Shell bezeichnet.

Minivulkane

sind i.d.R. im Feuerwerk der Kategorie 1 zu finden. Die Satzmenge (Pulvergewicht) ist hier auf max.3g beschränkt.

Modular Cakes

oder auch Single Shot Cakes genannt sind eine Kombination aus fertig verladenen Abschussrohren, ähnlich dem Batteriefeuerwerk. Da hier lediglich eine einzelne Reihe miteinander verbunden ist, die ihre Effekte entweder zeitgleich als Fächer oder im Scheibenwischer abfeuert, wird hier die zeitlich präzise Steuerung in einem Feuerwerk wesentlich besser ermöglicht. Jede Reihe kann punktgenau elektrisch gezündet werden. Bei einer Feuerwerksbatterie ermöglicht die pyrotechnische Verbindung der Effekte auf Grund unpräzis brennender Zündschnüre, keine zeitlich genaue Steuerung.

Mörser

siehe Abschussmörser.

NEM

ist das Kürzel für Netto Explosivstoff Masse und gibt die Gesamtheit aller pyrotechnischen Sätze, die in einem Feuerwerkskörper enthalten sind an. Für die entsprechenden Feuerwerkskategorien sind Grenzwerte bzgl. der NEM vorgeschrieben. Werden diese Maximalgewichte an NEM überschritten, wird der Gegenstand in eine höhere, gefährlichere Kategorie eingestuft. Die höchste Kategorie ist die die Kategorie 4, das Großfeuerwerk.

Nitrozellulose / NC

ist der wichtigste Bestandteil unserer Tischfeuerwerke. Diese Pyrowatte brennt schnell und fast rauchlos ab und eignet sich daher besonders für die Indoopyrotechnik (Bühnenfeuerwerk in Innenräumen). Die Nitrozellulose ist aber auch als Watte, in Papierform und als Schnur erhältlich und wird oft für Spezialeffekte und bei Zaubertricks verwendet.

Palme

ist ein Feuerwerkseffekt, der tatsächlich einer Palme ähnelt. Eine Kokosnusspalme besteht aus nur wenigen, aber dafür sehr füllig brennenden Sternen, während der eigentliche Palmeneffekt recht füllig sein kein.

Päonie

ist der bekannteste und meist verwendete Effekt in der Feuerwerkerei. Hier werden die Farb-Sterne einfach nur durch die Zerlegerladung auseinandergetrieben und erzeugen einen Feuerwerksball in unterschiedlichen Farbtönen. Auch im Silvesterfeuerwerk ist die Päonie in vielen Feuerwerksbatterien zu finden. Da hier aber die Kaliber recht klein und die Bombetten zylindrisch, nicht rund sind, erscheint der Effekt hier nicht so perfekt rund wie bei einer professionellen Kugelbombe.

Pfau-Knaller

ist ein bekannter Begriff für einen Reibkopfknaller, der typisch für die Verwendung in der ehemaligen DDR war. Ursprünglich enthielt dieser Knaller einen Blitzknallsatz und war damit deutlich lauter als die heutigen, zugelassenen Reibkopfnaller, die nur noch mit Schwarzpulver produziert werden dürfen.

Pfeifer / Heuler

Effektkörper mit einem oszillierend abrennenden pyrotechnischen Satz, welcher die entstehende Gassäule in Schwingung versetzt. Es entsteht ein Heul- oder Pfeifton, ähnlich dem Vorgang, wenn man in den Hals einer Flasche pustet.

Pyromusical

Auf den Takt eines Musikstückes genau geschriebenes und mittels präziser Computertechnik geschossenes Feuerwerk.

Profifeuerwerk

ist nur für ausgebildete Pyrotechniker zugänglich und verwendbar. Zum Profifeuerwerk zählen alle Artikel die in die Feuerwerkskategorie 4 eingestuft wurden und entsprechende Fachkenntnis in der Anwendung voraussetzen. Polen-Böller fallen übrigens auch in diese Kategorie, da hier ein deutlich gefährlicher Satz verwendet wird, der bei unsachgemäßer Handhabung ganze Gliedmaßen abtrennen kann.

Pyro

bedeutet übersetzt Feuer. Der Begriff kommt aus dem griechischen und wurde zum prägenden Begriff im Bereich Feuerwerk. Umgangsprachlich werden heute auch Feuerwerkskörper und pyrotechnische Gegenstände gerne unter dem Oberbegriff Pyro zusammengefasst.

Pyropapier

besteht aus Nitrozellulose und brennt unter Luftsauerstoff sehr schnell ab. Verwendung findet dieses Produkt z.B. auf Bühnen als Spezialeffekt, besonders im Bereich der magischen Künste.

Pyroschnur

wird aus Nitrozellulose gefertigt und brennt rasch und rauch arm ab. Sie eignet sich daher für die Anwendung in Innenräumen, z.B. als Zündschnur zur Verleitung von Feuerbildern in Innenräumen.

Pyrotechnik

ist der Oberbegriff für Gegenstände und deren Anwendung, die mit einer Verbrennung bzw. Explosion in Verbindung stehen. Dazu gehört insbesondere das Feuerwerk, aber auch technische Anwendungsgebiete. Zur Pyrotechnik zählen u.a. pyrotechnische Sätze (lose Pulver) als auch pyrotechnische Gegenstände (einsatzbereite Produkte).

Pyrotechniker

ist der Fachmann, der den Umgang mit pyrotechnischen Sätzen und Gegenständen, sowie den dazu gehörigen Anzündmitteln professionell beherrscht und auch gern als Feuerwerker bezeichnet wird, obwohl dieser Begriff eigentlich eher dem militärischen Bereich entspringt. Der Pyrotechniker benötigt eine entsprechende Ausbildung und muss im Besitz eines Befähigungsscheines nach §20 SprengG sein. Seine Firma benötigt außerdem eine spezielle Erlaubnis zum Umgang mit pyrotechnischen Gegenständen, die i.d.R. der Kategorie 4 zugeordnet sind. Außerdem muss eine ausreichende Betriebshaftpflicht vorhanden sein, die dem Berufsbild entspricht, sowie ein ADR-Schein zum legalen Transport explosiver Güter.

Pyrotechnische Gegenstände

sind fertige, einsatzbereite Produkte, die am besten unter dem Oberbegriff Feuerwerkskörper bekannt sind. Diese enthalten entsprechende pyrotechnische Sätze, die den jeweils gewünschten Effekt erzeugen. Dazu zählen z.B. Raketen, Feuerwerksbatterien, Kanonenschläge usw.

Pyrotechnischer Satz

Ein Stoffgemisch zur Erzeugung akustischer, optischer, thermischer oder mechanischer Effekte. Er enthält mindestens ein Oxidationsmittel und einen Brennstoff.

Pyrowatte

ist reine Nitrozellulose, die bei Entzündung sehr rasch verbrennt und z.B. in Tischfeuerwerken als Ausstoßladung Einsatz findet, aber auch als Spezialeffekt auf Bühnen.

Raketen

sind Feuerwerkskörper mit einem Eigenantrieb, dem so genannten Raketenmotor und einem Leitstab oder Flügelleitwerk. Natürlich erklären wir hier nur die Silvesterrakete. Nachdem der Raketentreiber die Rakete auf Höhe gebracht hat, wird der eigentliche Effekt gezündet und am Himmel sichtbar. Die Füllung besteht aus Feuerwerkssternen.

Raketenmotor

ist der Antrieb für eine Feuerwerksrakete. Hier wird ein Schwarzpulvergemisch in eine Hülse so eingepresst, das am unteren Ende noch eine kleine Düse entsteht. Wird das ganze gezündet, so brennt der Satz schnell ab, explodiert jedoch nicht wie gekörntes Schwarzpulver. Der bei der Verbrennung entstehende Schub treibt die Rakete an und reist die Last in Form des Effektkörpers mit sich.

Rauch

findet vor allem im technischen Bereich Anwendung. Rauchfacklen und Ultra-Rauchtöpfe werden z.B. gerne von Feuerwehren zur Brandsimulation bei Übungen verwendet. Pyrotechnischen Rauch gibt es in verschiedenen Farben. So können diese Rauchkörper auch bei Tagesfeuerwerken eingesetzt werden.

Rauchfackel

ist eine zylindrische Fontäne, die nach Zündung eine Rauchsäule in verschiedenen Farben erzeugt. Die Einsatzgebiete sind vielfältig, aber besonders beliebt ist dieses Produkt bei Fußballfans zur Unterstützung ihrer Lieblingsmannschaft.

Rauchpatrone

ist ein zylindrischer Körper, in der ein pyrotechnischer Satz eingepresst wird. Bei Zündung wird hier eine Rauchsäule in verschiedenen Farben erzeugt.

Rauchpulver

ist der Hauptbestandteil einer Rauchfontäne, Rauchpatrone, Rauchtablette oder eines Rauchtopfes. Die Mischung hat die Eigenschaft, sich nach Zündung mit entsprechend großer Rauchentwicklung umzusetzen. In Deutschland ist die Abgabe von losen Rauchpulver verboten und daher nur noch in vorher erwähnten Gegenständen, bzw. in Rauchschläuchen erhältlich.

Rauchtopf

ist ein zylindrischer Körper mit relativ großem Durchmesser, der eine intensive Rauchsäule erzeugt. Die Funktion ist ähnlich der Rauchfackel, allerdings ist hier die Rauchentwicklung auf Grund der Höheren Satzmenge wesentlich intensiver.

Reibfläche

ist ein Hilfsmittel zum Entzünden von Reibkopfknallern. Das Prinzip ist dasselbe wie bei einer Streichholzschachtel, nur das hier die Fläche gegenüber der Streichholzschachtel wesentlich größer ist.

Reibkopfknaller

sind Knallkörper, i.d.R. zylindrisch, die als Anzündung keine herkömmliche Zündschnur, wie z.B. grüne Visco, haben, sondern einen Reibkopf. Reibt man mit dem Reibkopf an einer Streichholzschachtel oder Reibefläche, so entzündet sich der pyrotechnische Satz des Reibkopfes und zündet anschließend einen Verzögerungssatz, der langsam wie eine Zündschnur abbrennt. Schlägt dieser Satz ins Innere des Knallers, entzündet sich das darin befindliche Schwarzpulver und lässt die Hülse des Knallkörpers explodieren.

Römische Lichter

sind Abschussrohre, die mit pyrotechnischen Effekten geladen sind. Das besondere hierbei ist, dass sich mehrere Effekte in einem Rohr übereinander befinden. Entweder löst eine zentral brennende Zündschnur die folgenden Abschüsse aus, oder aber der Abschuss des ersten Effektes zündet gleichzeitig einen Verzögerungssatz, der dann auf den nächsten Effekt schlägt und diesen zündet. Als Füllung für Römische Lichter verwendet man hauptsächlich Kometen, aber auch kleine Bombetten, die dann am Himmel zerplatzen.

Schnurrakete

sind Raketen, meist für den Indoorbereich, die an einer Schnur geführt waagerecht und gezielt eine Strecke zurücklegen. Damit ist die Flugbahn zu 100% unter Kontrolle und spektakuläre Effekte in direkter Publikumsnähe möglich.

Schwärmer

gibt es eigentlich heute in Deutschland nicht mehr, zumindest im Silvesterfeuerwerk. In eine stabile Hülse wird ein Fontänensatz eingepresst, der schnell abbrennt und dadurch die Hülse umhertänzeln lässt, bis diese letztendlich mit einem Knall zerlegt. Da die unberechenbare Flugbahn dieses Feuerwerkskörpers wohl zu einigen Verletzungen und Unannehmlichkeiten geführt hat, ist dieser Gegenstand nur noch Geschichte.

Schwarzpulver

ist eine explosive Mischung, die in der Pyrotechnik z.B. als Ausstoßladung der Bombetten in Feuerwerksbatterien verwendet wird. Aber auch als Knallsatz in Knallkörpern, als Treibsatz in Raketen, oder als Bestandteil des Zerlegersatzes in Feuerwerksbombetten und Kugelbomben. Schwarzpulver gibt es gekörnt und in Mehlform, sowie in unterschiedlichen Variationen betreffend des Abbrandverhaltens.

Schweifkometen

sind langziehende Kometen, die meist aus Römischen Lichtern, Single Shots oder auch Feuerwerksbatterien verschossen werden. Im Gegensatz zu normalen Kometen, die eher als Punkt aufsteigen, erscheint dieser Komet mit seinem Schweif eher als steigende Linie. Schweifkometen haben meist eine farbige Spitze und einen Schweif in Silber, Gold oder Flimmer- bzw. Cracklingeffekt.

Scrambling Comet

Komet mit einer Bohrung, in der sich Schwarzpulver befindet. Sobald beim Abbrand des Kometen die Bohrung erreicht ist, wechselt dieser die Flugbahn.

Seenotfackel

bezeichnet den Begriff einer sehr hell und damit weithin sichtbaren Bengalfackel. Die Pyromischung ist i.d.R. in einer Metallhülse eingepresst und kann per Reißzünder in Gang gebracht werden. Wie der Name schon sagt wird dieses Produkt als Hilfsmittel in Gefahrensituation oder als Signalmittel eingesetzt.

Single Shot Cakes

sind eine Kombination aus fertig verladenen Abschussrohren, ähnlich dem Batteriefeuerwerk. Da hier lediglich eine einzelne Reihe miteinander verbunden ist, die ihre Effekte entweder zeitgleich als Fächer oder im Scheibenwischer abfeuert, wird hier die zeitlich präzise Steuerung in einem Feuerwerk wesentlich besser ermöglicht. Jede Reihe kann punktgenau elektrisch gezündet werden. Bei einer Feuerwerksbatterie ermöglicht die pyrotechnische Verbindung der Effekte auf Grund unpräzis brennender Zündschnüre, keine zeitlich genaue Steuerung.

Single Shots

sind einzelne Abschussrohre mit einer pyrotechnischen Effektfüllung, die nach Zündung jeweils nur einen Effekt ausstoßen. Es gibt auch Kombinationen aus Bombetten mit Schweifaufstieg und/oder Feuertopfeffekt. Single Shots werden in professionellen Feuerwerken bei Taktgenauen Sequenzen eingesetzt.

Sonne

ist ein Papierschlauch, gefüllt mit pyrotechnischem Satz schiebender Wirkung. Der Effektsatz wirft oft silberne oder goldene Funken. Der gefüllte Papierschlauch wird um eine Scheibe gewickelt, welche mit der Möglichkeit zum Rotieren an einem Gestell befestigt wird. Nach dem Entzünden dreht sich die Sonne um die eigene Achse und entfacht das Bild eines Feuerkreises.

Sonnenräder

sind pyrotechnische Elemente, die aus einer Anzahl aus Fontänen bestehen, welche so auf einem Träger befestigt sind, das dieser beim Abbrand zu rotieren beginnt. Der Effekt ist ein sprühendes Feuerrad, meist in Silber oder Gold, auch in Kombination mit Farben oder z.B. Crackling-Effekten, bzw. Pfeiffontänen.

Springbrunnen

sind im Prinzip horizontal drehende Sonnen, die meist in der Mitte eine nach oben ausstoßende Fontäne enthalten.

Squib

Squibs werden in großen Mengen bei Film- und Fernsehproduktionen eingesetzt. Sie sind 1-5 mm groß ähnlich einer Pille. Auch zylindrische Squibs sind erhältlich. In Filmen verbirgt sich hinter jedem Einschuss in Autos, Gebäude, Holz und vielem mehr ein Squib. Auch Körpereinschüsse werden mit Squibs simuliert.

S-Shape

bezeichnet einen speziellen Winkelabschuss bei Feuerwerksbatterien. Die Abschussrohre sind hier in Fächerform angeordnet und die Effekte werden so gezündet, dass bei den aufsteigenden Kometen optisch der Eindruck einer S-Figur entsteht.

Stabraketen

siehe Silvesterrakete. Der Leitstab dient hier zur Stabilisierung der Flugbahn.

Steigende Krone

ist ein horizontal drehendes Feuerrad, welches so viel Schub entwickelt, dass es von seiner Startrampe abhebt. Feuervögel aus dem Bereich Silvesterfeuerwerk funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip.

Sterne

bezeichnen kleine Kugeln oder Zylinder, die aus einer pyrotechnischen Mischung bestehen und in den jeweils gewünschten Effekten und Farben abbrennen. Sie sind der wichtigste Bestandteil bei Feuerwerkskörpern, da sie den eigentlichen Effekt in der jeweiligen Farbe und Form erzeugen. Die Füllung in einer Rakete oder Batterie-Bombette bezeichnet man also als Sterne.

Stoppine

ist eine mit Schwarzpulverbrei getränkte Schnur, welche die Funktion einer Zündschnur hat. Man unterscheidet zwischen offener Stoppine und gedeckter Stoppine. Die offene Stoppine brennt relativ langsam mit offener Flamme ab, während die gedeckte Stoppine, hier befindet sich die Schwarzpulverschnur im inneren einer dünnen Papierhülse, sehr schnell abbrennt oder durchschlägt, wie der Fachmann sagt. Beide Formen werden in der Pyrotechnik als Anzündmittel verwendet, so z.B. bei Kugelbomben.

T1

Kategorie für Feuerwerkskörper, die in der Regel von Personen über 18 Jahren für technische Zwecke verwendet werden dürfen. Gilt hauptsächlich für Bühnenfeuerwerk.

T2

Kategorie Bühnenfeuerwerk, darf nur von ausgebildeten Pyrotechnikern verwendet werden.

Tagesfeuerwerk

ist ein Feuerwerk, welches bei Tageslicht durchgeführt wird. Hierbei kommen nur Pyro-Effekte zum Einsatz, die auch am Tage wahrnehmbar sind, also hauptsächliche akustische Effekte wie Knall, Pfeifen und Knister (Crackling). Aber auch farbiger Rauch wird oft eingesetzt und teilweise Effekte in kräftigen Farben wie Rot.

Technisches Feuerwerk

sind z.B. Raucheffekte, die für Luftströmungstests benötigt werden. Durch farbigen Rauch kann hier der Verlauf der Strömung Sichtbar gemacht werden. Airbags und Gurtstraffer sind zwar kein Feuerwerk, enthalten aber ebenfalls Pyrotechnik und diese dient in diesem Fall einem technischen Zweck und nicht dem Vergnügen.

Tischbombe

ist ein typisches Zimmerfeuerwerk. Über eine Zündschnur wird etwas Pyrowatte, welche sich im inneren eines Pappzylinders befindet, gezündet und die Verbrennungsgase stoßen bei dem entstehenden Druck die Füllung des Tischfeuerwerkes aus.

Tischfeuerwerk

siehe Tischbombe.

Traumsterne

sind kleine Zimmerfontänen von Weco-Feuerwerk, die für die Anwendung in Innenräumen zugelassen sind. Auch als Eisfontäne bezeichnet, wird dieser Artikel in der Gastronomie oft zur Dekoration von Buffets oder Eisbechern verwendet, oder findet sich auch auf Geburtstagstorten als Pyro-Deko wieder.

Trauerweide

ist ein lang ziehender Goldeffekt, der hauptsächlich bei Feuerwerksbomben im Profibereich Einsatz findet.

Treibladung

oder auch Ausstoßladung, ist eine Pulvermischung, üblicherweise aus Schwarzpulver, die bei Entzündung rasch verbrennt. Die hierbei auftretenden Gase bilden einen großen Druck der wiederum den auf der Treibladung befindlichen Effekt aus dem Rohr befördert. So funktioniert z.B. bei einer Feuerwerksbatterie der Aufstieg der Feuerwerkseffekte.

Verladen

Einbringen von Feuerwerkskörpern in die für den Abschuss vorgesehne Vorrichtung.

Verzögerungssatz / Vorbrenner

Oft eingepresst in Hülsen aus Pappe, sorgt der Verzögerungssatz dafür, dass Feuerwerkskörper pyrotechnisch in bestimmten Abständen zum Abschuss gebracht werden.

Vulkan

Konisch zulaufender, funkensprühender Feuerwerkskörper, der sich durch die nach unten zunehmende Menge an Effektsatz beim Abbrand in der Höhe stetig steigert. Besonders bekannt für hervorragende Qualität sind die Vulkane aus der Schweiz.

Wasserbomben

Feuerwerksbomben, die besonders lange verzögert im 45° Winkel abgeschossen, weit aufs Wasser gebracht werden und dort als Halbsphäre explodieren.

Wasserboxen

Ähnlich den Wasserbomben im Abschuss - allerdings kleiner im Kaliber - bringen Wasserboxen ihre Effekte (oft bis zu einhundert Schuss nacheinander) in Intervallen auf die Wasseroberfläche auf, von wo aus der eigentliche Feuerwerkseffekt erst abgeschossen wird.

Wasserfall

Fontänen, welche in großer Anzahl mit der Düse nach unten an Gebäuden oder Brücken angebracht werden, um einen Wasserfall aus Funken zu simulieren.

Wasserfallbombe

Bombe, die eine dichte Garbe aus Sternen, welche einem Pferdeschwanz (Horse-Tail) gleicht, auswirft.

W-Shape

Abschuss von Feuerwerkskörpern in der Formation \I/

Wunderkerzen

Mit pyrotechnischem Material überzogene Drähte, welche nach der Zündung sehr schöne glitzernde Funken werfen. Wunderkerzen werden auch sehr oft als „Sternschießer“ bezeichnet.

X-Shape

Von außen nach innen und wieder nach außen „gesteppte“ Sequenz aus Feuerwerkseffekten (Sternen, Kometen, Crossetten), die sich mehrfach wiederholt.

Zerlegerladung

Innere Ladung aus Schwarzpulver oder Blitzknallsatz in Feuerwerksbomben, Raketen oder Bombetten, welche verantwortlich für die Explosion des jeweiligen Feuerwerkskörpers zeichnet. Oft wird die Temperatur, welche bei der Zerlegung entsteht, ausgenutzt, um Effekte (Sterne, Kometen etc.) anzuzünden.

Z-Shape

Zick-Zack-Abschuss von Feuerwerkskörpern.

Zündanlage

Anlage, meist basierend auf Funktechnologie mit Anbindungsmöglichkeit an einem Computer, um Feuerwerk auf die Zehntelsekunde genau und/oder an schwer zugänglichen Orten sicher zu zünden.

Zündband

Mit Schwarzpulver beschichtetes Klebeband zum Verleiten von Lanzen oder ähnlichen Feuerwerkskörpern.

Zünder (Brückenanzünder)

Ein Zünder liefert nach Eingabe eines bestimmten elektrischen Impulses die notwendige thermische Energie zur sicheren Zündung eines Feuerwerkskörpers.

Zündlicht

Hülse, gefüllt mit pyrotechnischem Satz, welche in der Hand gehalten wird und von den Pyrotechnikern benutzt werden kann, um Feuerwerkskörper zu entzünden.

Zündschnur

Baumwollumspannte Pulverseele zum Anzünden von Feuerwerk.

Zylinderbombe

Feuerwerksbombe zylindrischer Bauart, wird vorwiegend in der europäischen Feuerwerkskunst verwendet.

Zylinderflamme

Mit bengalischem Feuer gefüllte Papierhülsen zur Illumination von Gebäuden oder zum Zwecke der Warnung bei Verkehrshindernissen.